RheinBurgenWeg Etappe 12

Von Trechtinghausen aus verläuft der RheinBurgenWeg in der Süd-Nord Variante bis in das schöne örtchen Bacharach. Neben diversen Höhenmetern hält der Weg hier auch etwas TrailMagic bereit: In Medenscheid gibt es einen Weinautomaten…

Offiziell führt der Weg vom Morgenbachtal aus vorbei am Haus Waldfrieden, vorbei an der Kölsche Wiesen und dem Siebenburgenblick mit der Burg Sooneck nach Niederheimbach. Aufgrund eines Hangrutsches war er jedoch im Mai 2021 nicht begehbar. Eine ausgeschilderte Umleitung führt zur Bundesstraße 9 und durch Burg Rheinstein hinauf zur Schutzhütte Kölsche Wiesen. Wer dieser Umleitung allerdings folgt wird schnell vor einem verschlossenen Eisentor stehen, denn augrund der Pandemie ist der Zugang zur Burg Rheinstein verschlossen. Da die Kölsche wiesen nur über einen sehr großen Umweg mit unnötigen Höhenmetern erreichbar war haben wir uns entschlossen direkt am Rheinufer entlang zu wandern. Der Fernradweg ist zum Wandern nicht wirklich geeigent. Viele Radfahrer, langweilig. Aber zum Strecke machen ist er in Ordnung. So folgten wir den Weg bis in Höhe eines Steinbruches, welcher uns die Möglichkeit bot die Bahnstrecke zu unterqueren um dann ein paar hundert Meter auf der Bundesstraße zu laufen bis wir wieder in den Wald einbiegen konnten.

Misslungene Umleitung: Aufgrund von Sperrungen muss man ein Stück auf der Bundesstraße laufen…

Unterhalb von Burg Sooneck, welche wir leider nicht erblicken konnten, ging es wieder weg vom Rhein und von der Straße hinauf zu den Ausläufern des Ortes Niederheimbach. Über urbane Wege führt der Weg direkt an der Heimburg vorbei wo ein Märchenweg für eine ausreichende Entschädigung des soeben erlebten Bundesstraßendesaster sorgt.

Am Märchenweg werden Darstellungen aus verschiedenen Märchen gezeigt. Hier: Tischlein deck dich Goldesel – und Knüppel aus dem Sack.

Guter helfer bei Regen: Der Regenschirm

Manch einer mag vielleicht jetzt schmunzeln. Einen Regenschirm fürs Wandern? Auch ich habe etwas länger gebraucht bis ich es mal ausprobiert hatte. Mich nervt es das man in Regensachen sowieso nass wird weil man schwitzt. Beim Poncho ist es zwar etwas besser, aber die Beine werden trotzdem nass und irgendwie flattert das Teil ja doch ziemlich nervig. Also habe ich mich dazu entschieden einen Trekkingschirm zu kaufen. Ich kann nun ruhigen gewissens empfehlen Der Eberhard Göbel EuroSchirm Swing HandsFree. Nicht nur das man sich für eine von vielen Farben entscheiden kann, besonders sticht der Schirm durch seine überaus gute Stabilität hervor. Aber auch die Möglichkeit den Schirm dank der eingebauten Teleskopstange zu kürzen und ihn so bequem am Rucksack zu transportieren ist ein klarer Pluspunkt. Aber das wichtigste Merkmal: Man kann den Schirm einfach am Rucksack befestigen und hat so beide Hände frei für zB. Wanderstöcke. Und sollte es mal windig sein so ist das auch kein Problem. Man kann den Schirm schräg stellen sodass er einem auch vor Wind schützt. Sorgen muss man sich keine machen, laut Hersteller ist er bis Windstärke 12 getestet. Ich weiß ja nicht wer dann noch unterwegs ist, aber ich suche mir bei solchen Stürmen dann doch lieber schnell eine sichere Unterkunft…

Der Euroschirm Swing Handsfree bei Amazon
Übrigens: Den Schirm gibt es optional auch mit weiteren Features:
Mit Sicherheitsreflektoren um Nachts auf Straßen besser gesehen zu werden
sowie
Mit UV-Reflektierender Beschichtung und somit auch für heiße Sonnentage (Und Wüstentage) geeignet!


Einen kleinen Schlenker durchs Heimbachtal führt der Weg entlang an Weinhängen nahezu immer in Sicht- & Hörtweite von Wohnhäusern. An einem neu errichteten Brunnen geht es vorbei, dort hat man das erste mal die Möglichkeit Wasser aufzufüllen. Offiziell ist es kein Trinkwasser, aber das bleibt am ende ja jeden selbst überlassen. Einen etwas größeren Schlenker macht man am Gailsbachtal. Der Weg führt hier etwas unlogisch verlaufend (Man wollte hier wohl die Straße umgehen) einen Forstweg etwas oberhalb der Wohnbebauung entlang. Der Weg durch die Rheingoldstraße ist wegen der historischen Gebäude und der aufdem offiziellen Weg überflüssigen Steigung dann doch etwas schöner. Gemächlich geht es wieder durch Weinhänge bergauf bis man schließlich oberhalb der Burg Fürstenberg steht von wo aus man wiedermal ein tolles Panorama über das Rheintal hat.

Blickauf die Heimburg

Der Charakter des RheinBurgenWeges ändert sich von hier an grundlegend. Ist man zuvor noch überwiegend durch Wälder gelaufen geht es nun über die nahezu flache Hochebene durch Felder und Wiesen. Den Ort Winzberg erblickt man nur etwas entfernt, dann einen Bogen später streift man das örtchen Medenscheid. Zum Aussichtspunkt der Grillhütte Medenscheid hat man es nicht mehr weit. Hier hat man wiedermal eine tollen Blick aufs Rheintal, einige Meter weiter zusätzlich auch auf Bacharach. Von der Hütte aus sind es noch gut 500 Meter zum ersten Trailmagic aufder Süd-Nord Variante des RheinBurgenWeges, ein Weinautomat…

Der Weinautomat. In direkter Umgebung gibt es auch noch diverse Sitzmöglichkeiten. Die nächste Schutzhütte ist 500m entfernt. Was will man mehr?

Medenscheid hinter sich gelassen geht es etwas kreuz und quer, ein Tal umlauend, einen großen Bogen um Neurath, dann der beginnende Abstieg nach Bacharach bis zur Burg Stahleck welche heute eine Jugendherberge ist. Es lohnt sich hier auf jeden Fall den Weg bis zum Abstieg hinter Burg Stahleck zu wandern und nicht schon vorher den Schildern zum Bahnhof zu folgen. Hinter der Burg kann man dann immer noch zur St. Peter Kirche und einer alten Ruine absteigen um anschließed die mittelalterliche Stadt Bacharach zu erkunden wo dann auch diese Etappe endet.

Torbogen der Burg Stahleck
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