Der Weg eines Kriegers




Wichtiger Hinweis:

Als Betreiber dieser Homepage verabscheue ich jegliche Form physischer Gewalt und reale Kriege im allgemeinen. Diese Seite beschäftigt sich mit Liverollenspiel in denen taktisches Geschick und strategisch Denken den Reiz am Spiel ausmachen, und nicht sinnloses Abschlachten anstürmender Feinde, wie in anderen Spielen üblich.




Ohne Frage, in gewisser Weise ist der Krieger "eine Person fürs Grobe". Er wird immer dann gebraucht, wenn alle diplomatischen Gespräche fehlgeschlagen sind. Dann bleibt als letzter Ausweg nur noch der Kampf.


Aber was macht einen richtigen Krieger aus?

Meistens erkennt man einen Krieger an seinem Äußeren. Während ein normal sterblicher sich damit begnügt, schön und Elegant auszusehen und viele nutzlose Dinge zu besitzen, ist der Krieger auf Zweckmäßigkeit bedacht: gutes Rüstzeug wie z.B. Lederharnisch, Kettenhemd oder Plattenpanzer geht vor Komfort und modischen Trends. Die Bewaffnung, die meist aus mehreren Waffen besteht und mit denen der Krieger bestens umgehen kann, ist tägliches Handwerkzeug. Was man wohl nicht sehen wird ist ein Krieger, der stolz eine Kiste voll Kleidern präsentiert, statt zu erzählen aus welcher Schlacht jede einzelne Scharte seines Schwertes stammt. Da es die meisten Rollenspiel-Krieger nach neuen ruhmreicheren Taten dürstet, verweilen sie oft nicht lange an einem Ort und suchen eine neue Herausforderung. Ob es nun im Krieg ist, oder als Leibwächter eines Adligen, sobald die Aufgabe vollbracht ist zieht er seines Weges. Ein richtiger Krieger weiß nämlich, das wenn er länger an einem Ort verweilt, wird er faul und müde, er wird fett wie ein Pfaffe (nichts für ungut, liebe Pfaffen;-) ) und von seinen alten Idealen wird bald nichts mehr übrig sein. Die Ausbildung eines Kriegers ist das Kernstück seines Lebens. Dort wird ihm beigebracht, was er zum Überleben braucht.


Werden wir erst mal etwas in die Geschichte zurück gucken...

In Europa legten die Kriegsherrn nicht nur großen Wert auf kämpferische Talente sondern wurden viele Knappen auch im Allgemeinwissen unterrichtet ( lesen, schreiben und rechnen...). In Asien hingegen wurden Krieger nur zu einem Zweck unterrichtet, Kriege und Aufstände zu bewältigen. In Japan war ein Samurai nur angesehen, wenn er nicht den Unterschied zwischen verschiedenen Münzen wusste. Das soll kein Vorwurf gegen die japanische Kultur sein. Immerhin sind und waren die Samurai Elitekrieger, die einen Ehrenkodex haben, der ihresgleichen noch heute sucht. Absolute Treue gegenüber der Familie und dem Herrscher und eine Todesverachtung sind nur zwei Eigenschaften dieser Elitekrieger. Sie folgten dem Bushido, einem ungeschriebenen Gesetz. In Europa gab es den Eid auf Krone, Fahne und Vaterland. Während in Europa das Geld regierte, galt in Asien die Loyalität gegenüber dem Lehnsherrn mehr als alles andere.





Drei Kriegerarten im Überblick

Ronin
Ein unehrenhafter Samurai, der sich eines Vergehens gegenüber seiner Familie oder seinem Herrn schuldig gemacht hat, oder der durch irgendeinen Umstand herrenlos geworden war.

Samurai
Wohl der edelste aller Krieger. Nichts und niemand konnte ihn von seinen Aufgaben abbringen. Die Wurzeln seines Ehrenkodex "Bushido" setzten sich zusammen aus dem Shintoismus, dem Konfuzainismus und dem Zen-Buddhismus.

Söldner
Die Söldner sind meist kampferprobte Krieger, die sich für ihre Waffenkünste bezahlen lassen. Nach getaner Arbeit ziehen sie weiter und suchen sich einen neuen Auftraggeber.


Einige taktische Ideen

Da der Kampf der letzte Ausweg ist habe ich einmal versucht, einige nützliche Dinge aufzuschreiben:

Wenn ihr die Möglichkeit habt, versucht euren Gegner zu beobachten. Wie gibt er sich oder verhält er sich ? Selbstsicher, unsicher, zerstreut oder unbeholfen?

Als nächstes müsst ihr seine Schwächen finden. Kämpft er beidhändig, links- oder rechtshändig? Kommen seine Schläge von oben nach unten oder von unten nach oben. Sucht die Schwachstellen in seiner Rüstung. Es wäre ja sinnlos wenn ihr gegen einen gepanzerten Ritter kämpft, schlagt ihn mehrmals auf seinem Plattenwanst und er lacht euch aus. Sucht also nach Stellen wie z.B. offene Verschlussstücke von Plattenpanzerungen, ungeschütztem Innenarm oder Beininnenseiten. Es ist nichts schlimmer für euren Gegner als am Boden zu liegen und zu wissen, dass er immer wieder an der Stelle getroffen wurde, wo er nicht geschützt war.

Da mit Sicherheit euer Gegner das Gleiche versucht, ändert eure Kampfgeschwindigkeit in unregelmäßigen Abständen. Einige Einzelattacken und dann wieder Kombinationen. Führt einmal eure Waffe langsam und dann wieder schnell. Bleibt nicht so lange auf einer Stelle stehen, denn sonst wirkt ihr starr. Für Kämpfer mit zwei Waffen, wechselt hin und wieder euren Angriffsarm, denn dann muss sich euer Gegner jedes mal auf die neue Situation einstellen und euer Hauptwaffenarm wird nicht so schnell müde. Seid ihr in der Offensive, so lasst euren Gegner nicht zur Ruhe kommen. Zeigt ihm, das ihr die Oberhand habt und nicht aufgebt.

Bei Larpkämpfen muss man seinen Gegner nicht unbedingt töten. Nein, ihr dürft ihn auch gar nicht töten *g*! Es reicht schon, ihn kampfunfähig zu machen. Immerhin wollen ja beide Parteien Spaß haben und es ist doch schön anzusehen, wie Spieler und NSC gleichermaßen über das Schlachtfeld humpeln.


Die Rüstung

Nachdem ihr eine Waffe habt und hoffentlich auch schon trainieren konntet, kommt die Frage nach der Rüstung. Wer schon einmal mit einem Rucksack voller Bierflaschen durch die Gegend gelaufen ist, hat es sicherlich gemerkt, dass plötzliche Gewichtsverlagerung ein Problem ist. Es macht ja keinen Sinn, wenn ihr eine Vollplattenrüstung tragt und beim ersten Windstoß ihr wie eine Schildkröte auf dem Rücken liegt. Also überlegt euch sinnvolle Rüstungsteile, mit denen ihr gut und schnell kämpfen und laufen könnt und die euch so wenig wie möglich behindern. Wenn ihr eure Rüstung habt solltet ihr auch mit ihr üben, damit ihr ein Gefühl für Gewicht und Beweglichkeit bekommt.




Der große Bluff

Bluffen ist eine gute Methode um euren Gegner auszutricksen. Wenn ihr mehr als eine Waffe habt dann werft eurem Gegner eure Waffe vor die Füße! (Natürlich solltet ihr die anderen Waffen so tragen das euer Gegner sie nicht sofort sieht!)Der Gegner wurde unachtsam und schaute sich verwundert um. In diesem Moment zieht ihr eure zweite Waffe und streckt den Gegner nieder.
Was ich damit sagen will ist, das ihr manchmal etwas unerwartetes machen könnt, um euren Gegner zu täuschen. Stimmt schon, ihr wagt in diesem Augenblick viel, aber in den meisten Fällen klappt es. Mit kleinen Finten kann man eben Großes vollbringen. Auch wenn man den Gegner "nur" mit einem Dolch nieder gestreckt hat. Das "Wie" interessiert hinterher kaum jemanden, vom Sieg werden aber alle beeindruckt sein.


Realismus

Der Realismus ist wohl gleichzeitig die Frage nach der Ehrlichkeit eines Larpers! Es sieht recht unrealistisch aus, wenn ihr einen Zweihänder führt und benutzt ihn wie ein Brotmesser. Immerhin wiegen Zweihänder ca. 3 bis 8 kg. O.K. Larpwaffen wiegen nun mal nicht so viel wie Blankwaffen, aber versucht euch einfach vorzustellen, es wären Blankwaffen. Nichts ist Spielstörender als ein Krieger, der pro Attacke drei Treffer landet, nur weil er den Zweihänder für ein Brotmesser hält.





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